die Speisung der Moenche

Der Wecker holt mich um 06.00 h aus meinen tiefsten Traeumen, aber 'wat mut dat mut'! Ich ziehe mich schnell an und gehe auf die Strasse vor dem Hotel, der Morgen graut, es wird langsam hell. Gerade halten 2 Touristenbusse und es quillt eine ansehnliche Schar heraus ....

Wenigstens bin ich hier richtig! Auf den Buergersteigen lassen sich auf Bastmatten immer mehr Frauen und Maenner (und Touristen) nieder, sie alle haben in Bambuskoerben gekochten Reis dabei, er wird uns auch feilgeboten, die Fuetterung der Raubtiere naht - NEIIIN, so darf man das nicht ausdruecken  :-))

Dahinten kommen sie im Gaensemarsch, ein einzigartiges Schauspiel, jeden morgen wieder neu: Orange gewandete Moenche und Novizen ziehen bei Sonnenaufgang durch die Stadt, jeder haelt in beiden Haenden eine Almosenschale. Sie werden erwartet, vor den Haeusern halten (hauptsaechlich) Frauen und Maedchen die Speisen bereit, meistens Reis, manchmalk auch Gemuese. Sie verteilen knieend ihre Gaben, demutsvoll die Augen gesenkt. Kein Blickwechsel, keine Beruehrung, kein Wortwechsel, kein Dank der Moenche. Stumm nehmen sie die Spenden entgegen in uraltem Brauch. Die Gebenden murmeln ein Dankgebet, dass sie geben durften. Die Moenche sind nicht blos Empfaenger, sondern Mittler der guten Tat, die spirituellen Verdienst bringt, ein bisschen Hoffnung auf eine Verbesserung des Karma; jeden Morgen aufs Neue! Etwa 700 Moenche und viele Novizen  leben in den 65 Kloestern in und um Luang Prabang und praegen ganz endscheident das Erscheinungsbild der Stadt.

Prima Timing, ab 06.30 h gibt es Fruehstueck, ich setze mich auf die Hotel-Terrasse und kann von hier oben die Strasse beobachten, immer noch kommen verspaetete Grueppchen von Moenchen - ob die heute wohl satt werden?

 

11.3.07 11:02

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