in der BAN PAKO Eco Lodge

24 km Teerstasse, das flutscht, aber dann biegen wir ab auf eine Piste, da wird richtig Staub aufgewirbelt... Der Fahrer und ich schmoren im eigenen Saft, ICH will keine AirCondition - und ER will kein Fenster aufmachen ... die naechsten 24 km ziehen sich, immer wenn ich denke - jetzt geht es nicht mehr weiter, dann gibt es wieder ein Schild: Ban Pako Lodge; mein Fahrer war auch noch nicht hier.

Da ist sie, malerisch am Fluss Nam Ngum gelegen, nicht weit vom Dorf Ban Nabong: 8 Lao-style Bungalows aus Bambus, Holz und Rattan mit Veranda, Haengematte und Badezimmer-Anbau, ein Grossraum-Bungalow fuer Backpacker und 2 Langhaeuser auf Stelzen = 1 mal Rezeption& Bar und 1 x das Restaurant. Gegenueber, auf der anderen Flusseite liegt die "Phou Khao Khouay National Protected Area", da soll es noch ein paar wilde Elefanten geben....

Also die Elefanten sind nicht da, der Nationalpark ist riesig - und sie sind gerade am anderen Ende. Die Haengematten sind ein Flop, das zarte Popoechen von Christiane haengt auf Grundeis :-(

und - RENATE, Absatz ueberspringen !!!!

und mein Bad teile ich mir mit einer ziemlich respektablen Achtbeinigen. Solange sie nur an der Wand sitzt und mich beaeugt ist das ja ok, aber bei einer meiner Sitzungen laesst sie sich blitzschnell von irgendwo herunter und rennt ueber meinen Fuss - ich wusste gar nicht, dass auch ich SO schnell rennen kann!!!

Direkt neben der Logde ist ein archaeologisches Grabungsfeld. 3 mal waren schon schwedisch/laotische Tems hier; vor etwa 1.500 Jahren lebten hier die Lao Pako Leute, die noch keine Buddhisten waren. Man fand verzierte Urnen und Kruege aus gebranntem Ton, ein Urne war noch komplett mit Grabbeigaben, es war ein Bany und hatte reichen Schmuck dabei: je 4 bronzene Fuss- und Armreifen, dazu eine Kette aus roten, blauen und gruenen Glasperlen... Die Originalfunde sind natuerlich in Vientiane im Museum (habe ich geschwaenzt!) - aber hier ist eine nette kleine Ausstellung mit Fotos und kleineren Funden.

Alles brennt, alles !!! Zunge, Gaumen, Lippen - dabei hatte ich doch "NOT spicy" bestellt!!! Die Nase laeuft, die Augen traenen, Ich muss husten und niessen.... Aber der Papaya-Salat ist gar koestlich; duenne Streifen werden von einer gruenen (unreifen) Papaya abgezogen, zusammen mit Moehrenstreifen, kleingehackter Tomate und etwas Limonensaft .... hmmm - eine Koestlichkeit (wenn der Schmerz nachlaesst).

Ich sitze zusammen mit einem netten schwedischen Paerchen und James (44) aus der Gegend von Seattle am Tisch. James ist eine Nurse (heisst beim Mann genauso, wusste ich nicht) und hat gekuendigt damit er 5 Monate per Fahrrad duer Suedost-Asien duesen kann, Krankenpfleger werden so gesucht, dass er seine Stelle garantiert zurueckbekommt. Seine laengste Tagesetappe bis jetzt: 130 km, seine kuerzeste 35 km im Gebirge / Steigung. Er hat in Singapur begonnen, die gesamte malayische Halbinsel entlang, Sued-Thailand ... aber dann nach Bangkok per Zug rein - und 5 Tage spaeter auch wieder rausgefahren. Andere Biker haben ihm erzaehlt dass sie 3 Tage gebraucht haben, nur  um per Fahrrad aus der Stadt wieder herauszukommen! Dann ist er quer durch Cambodia gefahren, hat  Vietnam von Sued nach Nord durchquert und ist jetzt hier in Laos. Danach geht es per Boot von Luang Prabang nach Nord-Thailand und die Reise endet dann in Bangkok!!! Habe von ihm ein Foto geschossen, als er in voller Montur losgeradelt ist...

Wir plaudern abends noch lange zu Viert in der Bar (Politik, Reisen, das Leben im Allgemeinen), man kann sich dabei gemuetlich auf diesen pyramidenfoermigen Thaikissen luemmeln. In der Ferne haelt uns ein grosses Feuer (Buschbrand) in Atem, wahrscheinlich wieder Brandrodung, und das neben einem Nationalpark!! Aber es sieht nachts beeindruecken aus, es lodert hell und breitet sich schnell ziemlich weit aus.  

Nachts dann der Kampf mit dem Moskitonetz - es ist immehin kastenfoermig ueber meinem Doppelbett - und gut gespannt! Trotzdem, Verwicklungen ohne Ende!!! Ich gebe auf und schlage alle Seiten hoch ... und sie da ... ich schlafe wunderbar, keine hinterlistigen Attacken.

Bong, bong, bong  - ganz zart hoert man die Trommeln eines Klosters in der Ferne, sie rufen zur Morgenandacht. Zikaden zirpen los, Voegel, ein Boot tuckert auf dem Fluss vorbei, die ersten Angestellten auf Vespa-aehnlichen Mopeds ... es wird hell, der Tag beginnt. 

10.3.07 08:45

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