ich melde mich erst mal ab

Morgen frueh fahre ich in eine Lodge in einem Nationalpark, ich denke nicht, das es dort Internet gibt.

Samstag fiege ich dann von Vientiane zurueck nach Luang Prabang, wenn der Flieger puenktlich ist, gibt es abends wieder 'NEWS' sonst am Sonntag.

Und wie soll ich mir das alles merken was bis dahin passiert ???

 

Hallo Inka - hast du gesehen das es gestern abend:

original Elsaesser Flammekuche zum Abendessen gab  :-))

Ein Extrabussi nach Karlsruhe/Landau

 

 

7.3.07 12:08, kommentieren

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Wat is'n Wat ?

Tja, das muss einfach mal geklaert werden ....

Der Begriff Wat bezeichnet eine buddhistische Tempelanlage in ihrer Gesamtheit, als Synonym gilt auch der Begriff Pagode (obwohl das etwas anderes ist). Zu jedem Wat gehoeren verschiedene Gebaeude  mit detailliert festgelegten Funktionen.  Am ehesten ins Auge sticht der "SIM", das zentrale Gebaeude eines jeden Wats. Im Sim befindet sich der Altar, der meist eine Vielzahl ergaenzender Buddha-Statues enthaelt. Kuti sind die Wohngebaeude der Moenche; oft verfuegt der Abt ueber ein eigenes Haus. Ferner gibt es meist eine Bibliothek; den Trommelturm; den Saalaa, ein meist nach allen Seiten offenes Gebaeude in dem rezitiert und geleehrt wird; sowie verschiedene Stupas  (z.B. Reliquienschreine, Pagode). Ein ordentlicher Wat schmueckt sich gern mit einem Bodhi-Baum (unter dem Buddha seine Erleuchtung erlangte) - ficus religiosa - gibt es eine solide Mauer ringsherum.

Heute stehen 2 besonders schoene auf meinem Programm: Wat Saket und Wat Phrakeo

 

7.3.07 11:59, kommentieren

Morning Market, Arc de Triumph und That Luang

Jetzt  ist die Leitung zusammengebrochen und der ganze Text ist weg !!! Ausserdem geht es heute entsetzlich langsam !!!

Talat Sao, der Morgenmarkt war wohl doch keine so gute Idee, ich muss nachher wieder zum Geldautomaten  :-))  Kleiner Kaufrausch bei Stoffen, CDs, Hasen und 2 geschnitzte Stein-Kaestchen. Hier gibt es ALLES, die neue Markthalle ist voller Farben und Duefte - und das bei einer ziemlichen Geraeuschkulisse... Obst, Gemuese, praktisch alles zum Essen, Stoffe, Kunsthandwerk, Friseur-Grosshandel, Haushaltswaren, Videos & CDs, Schuhe, Elektro-Artikel ... Ich bringe meine Schaetze erst mal ins Hotel.

Das Wetter ist bewoelkt, es herscht eine erfrischende Brise - weder schwuel noch heiss heute! Ich entere ein TukTuk und wir brausen ueber die Champs-Elysees von Vientiane, sie zieht sich schnurgerade von Praesidenten-Palast zum Siegestor und ist gesaeumt von Botschaften, Banken und den Niederlassungen der bekannten PKW-Marken. Mein Ziel ist das Nationalheiligtum 'That Luang' eine 45 m hohe Stupa/Pagode, die auch im Staatswappen abgebildet ist. Ein Knochensplitter des Brustbein von Buddha persoenlich wird hier aufbewahrt, ja dann.

Die bauen hier in Beton (jedenfalls Zement), sowohl die Tempel ringsum als auch die Pagode - und dann Goldbronze drueber! Frueher waren mal 500 kg Blattgold auf dieser Gedenkstaette, aber dann kamen boese Eroberer und haben alles kaputt gemacht... Die Stufenpyramide besteht aus 3 kleiner werdenden, durch Treppen miteinander verbundenen quadratischen Terrassen, An jeder Treppe gibt es einen Buddha, vor jedem liegen viele kleine Opfergaben mit Briefen, Blueten, Esswaren, sogar eine Wasserflasche mit Strohhalm ist dabei.Es ist zwar alles ganz huebsch, auch das Standbild eines Koenigs davor - aber es liegen WELTEN zwischen der Schwedagon-Pagode in Rangoon und hier !!!

Ringsrum fuehrt ein Kreuzgang in dem ein Kuenstler seine Gemaelde ausstellt, ich schaue mir interessiert alles an, bei 2 oder 3 Bildern hoennte ich schwach werden...

Auf der Rueckfahrt stoppen wir beim Arc de Triumph - dem Patu Xai - boese Zungen nennen das Beton-Teil auch 'Denkmal der Pluenderer der Staatskasse' - es gibt eine huebsche Parkanlage in Mitttelteil der Strasse mit Springbrunnen und Cafe unter dem Geviert des Tores (die Baenke sing gesponsort von 'Guangdong Hydro-Electric' und Lao Telecom). Das Tor ist 50 m hoch, toller Rundblick von oben (habe ich nicht ueberprueft!), es ist verziert mit Elefantenkoepfen und pagodenartigen Tuermchen, Reliefs des Ramayama und und und .. es ist noch gar nicht fertig.

Es wehen hier immer 2 Flaggen gemeinsam, einmal rot mit goldenem Hammer und Sichel und einmal die waagerechte rot-blau-rote Flagge mit weisser Kugel in der Mitte (der 3koepfige Elefant als Wappen wurde entfernt, man wartet jetzt darauf, dass eventuell das $ Zeichen eingesetzt wird). Achja, einige Laoten sprechen ziemlich gut Deutsch, die Ausbildung fand in der DDR statt. Der 23. August ist uebrigens der Feiertag an dem die Kommunisten die Macht 1975 uebernommen haben.

7.3.07 11:57, kommentieren

Palmblatt-Manuskripte

... ich muss einfach nochmal darauf zurueckkommen; ich habe gerade sehr Interessantes darueber gelesen!

'Von unschaetzbarem literarischen Wert sind die in den Kloestern gesammelten Palmblatt-Manuskripte (laotisch: nangsue bai lan), die neben religioeser Literatur auch geschichtliche Werke, Epen, Volkserzaehlungen und Dichtungen sowie Schriften zur Astrologie, Magie und traditioneller Heilkunde enthalten. Die Texte wurden groesstenteils in das Blatt der Talipot-Palme (Corypha umbraculifera) geritzt. Dazu wird das Palmblatt getrocknet, geglaettet und mit Sand poliert, geritzt und die Schrift anschliessend mit schwarzer Farbe hervorgehoben. So ein Blatt ist etwa 3 bis 5 cm breit und 25 bis 40 cm lang und beidseitig beschrieben. Durch je 2 Loecher an den Seiten  der bis zu 900 Blaetter wird eine Schnur zur Befestigung gezogen, man kann die Palmblaetter dann zum Lesen auseinander ziehen . Oben und unten werden die Blaetter dann durch 2 Buchdeckel aus Holz oder Bambus geschuetzt. Da viele der jahrhundertealten Werke vom Verfall bedroht sind, werden sie systematisch erfasst und auf Mikrofilm festgehalten. Derartige Palmblatt-Buecher sind auf dem indischen Subkontinent seit dem 2. Jahrhundert bekannt und in vielen hinduistischen und buddhistischen Tempeln und Kloestern - bis nach Indonesien hin - gibt es grosse Sammlungen. Die auf Palmblaettern festgehaltene Literatur von Laos reicht bis in das 15. Jahrhundert zurueck. Es ist geistiges Erbe von unschaetzbarer Bedeutung!

UND JETZT KOMMT ES:

dieses deutsch-laotische Konservierungs-Projekt wurde in Hannover auf der EXPO 2000 als laotischer Beitrag zu den Kulturen der Welt praesentiert .... !!!! 

6.3.07 14:08, kommentieren

zweiter Tag in Vientiane

Mein Geld ist fast alle....

Nein, nicht was IHR denkt :-) Die Visa-Karte funktioniert schon seit Tagen hier in Laos nicht mehr. Alles bar bezahlen, und nun brauche ich Nachschub. Nach laengem Nachforschen erfahre ich, bei der Zentralbank gibt es einen besonderen internationalen Geldautomaten. Mist, es gibt nur Kip - und davon reichlich. Ich brauche den Gegenwert von mindestens 200 $ - das sind ueber 2 Millionen Kip; pro Abhebung sind 700.000 Kip das Maximum; das sind 14 Geldscheine a 50.000 Kip, es gibt keine groessere Stueckelung... Bald habe ich einen daumendicken Stapel Scheine!!!

Daraufhin muss ich erst mal ein paar Souvenir- und Antiquitaetenlaeden aufsuche - hach - wunderhuebsches gibt es hier - aber ich bin erst einmal tapfer und halte mich zurueck. Jetzt kommen ein paar Tempel dran, die sind hier allerdings nicht soo alt und ehrwuerdig wie in Luang Prabang - die Siamesen sind vor 150 Jahren mal hier eingefallen und haben Vientiane dem Erdboden gleich gemacht!!! Wat Ongtue und Wat Mixay lagen direkt am Wege. Ausserdem bin ich durch viele Gassen und Nebenstrassen spaziert und habe die Atmosphaere der Stadt inhaliert (toll ausgedrueckt, was?)

Abendessen im 'Le Provencale': Beerlao - hier gebraut, schmeckt sehr gut und dazu 'Original Elsaesser Flammekuche' - ich muss dabei an meine Afrika-Maedels denken ...

 

Man sagt uebrigens, 50 % des in Laos zirkulierenden Geldes sind Thai Baht, 25 % sind US $ und nur 25 % sind Kip !!!

Eine Weile habe ich im Reisebuero verbracht und meine letzten Tage verplant, uebermorgen geht es fuer 2 Tage in eine Lodge in einem Nationalpark etwa 50 km ausserhalb Vientianes und danach per 'Air Lao' wieder nach Luang Prabang.

Jetzt komme ich gerade von einer Veranstaltung des Kultur-Ministeriums: die !!Yensabai Show!! ... Lao traditional Folk dances - es war ganz nett, 12 verschieden Taenze und Musik und Gesang in den verschiedenen Kostuemen der Bergvoelker, grazile Tempeltaenzerinnen usw. Leider waren mehr Leute auf der Buehne als im Publikum, das war irgendwie deprimierend.

 

 

 

6.3.07 13:05, kommentieren

Settha Palace Hotel

Dieses wunderbar restaurierte Hotel im franzoesichen Kolonialstil liegt in Zentrum der Stadt in einem tropischen Garten mit Pool. Es hat nur 28 Zimmer und ist mit alten Moebeln bestueckt, im ganzen Haus traumhafte Orchideen-Bouquets verteilt. Eine sehr gepflegte Athmospaere ... da kann ich jetzt mal drauf!

www.setthapalace.com

Ich gehe am Abend in die Bar und meinen 'Wellcome Drink' zu verkonsumieren und werde von einer Europaeerin lieb angelaechlt. Ich setze mich zu der Dame, Linda aus Manchester. Wir haben 2 Stunden nonstop gekloent, sie macht in Stoffen,  renoviert gerade eine alte Fabrikanlage selbst und will sich danach ein Ferienhaeuschen in der Provence kaufen - ich bin herzlich eingeladen :-))

Der absolute Klopfer heute morgen: das Fruehstuecks-Buffet ... so etwas hatte ich lange nicht mehr

frisches Bircher Muesli plus 6 Sorten Cerealien; Joghurt, Milch, Soyamilch, 4 Fruchtsaefte, Tomatensaft, Kaffee, 8 verschiedene Tees; Ham, Bacon, Wuesrchen, Baked Beans, Eicher nach Wunsch vom Koch: gekocht, gebraten, pochiert, alss Omlette oder geruehrt mit Zwiebeln, Kaese, Champignung, Tomaten, Schnittlauch und/oder Schinken: 8 Sorten Croissants, Muffins und kleiner Plunder oder Puddingteilchen; 4 Sorten Bort/Toast, diverse Broetchen, 5 hausgemachte Marmeladem, Honig, Ahornsirup, Waffeln, Pfannkuchen und French-Toast: Butter, Kaese, Schinken Salami; Papayas, Ananas, Erdbeeren, 3 Sorten Melonen frisch, oder als Fruchtsalat, Gurkenscheiben, Tomatenscheiben, Rettichscheiben geraspelte Moehren, Salat incl 4 Dressings; Misosuppe mit diversen Einlagen, Fried Noodles, Fried Rice, Frieg Vefetable, fried Beaf, koreanisches Kimchi in 4 Varianten, Scheiben von 1000 jaehrigen Eiern (sind nicht ganz so alt), kleine knusprige Fische. japanische gesalzene Umeboshi-Aprikosen und chinesische Jautze und Bautze (herzhafte Teigtaschen und suess gefuellte Hefeteigtaschen) ... ich habe wahrscheinlich die Haelfte vergessen  :-)) 

6.3.07 12:43, kommentieren

erster Stadtbummel

Ich umrunde den Nam Phou Platz mit einer Gruenanlage und einem grossen Springbrunnen, an diesem quirligen Mittelpunkt der Stadt herrscht zu jeder Tageszeit lebhaftes Treiben. Die Restaurants hier heissen: 'Le Provencal' oder 'Les Caves de Chateaux', hier gibt es Strassencafes, Reisebueros, Souvenirshops und Internetcafes (da bin ich gerade). Ich bummele weiter in Richtung Mekongufer -  ja wo isser denn, der Mekong??? Ich stehe an der Promenade, beruehmt fuer seine Sonnenuntergaenge, und sehe ... nunja gaaaanz dahinten in muedes Fluesschen! Dahinter dann auf der gegeueberliegenden Seite ist schon Thailand. Aber zur Regenzeit, da ist der Mekong einer der wasserreichsten Fluesse der Erde (halt die 'Mutter aller Wasser').

Ich beobachte einen fliegenden Haendler, der auch Zuckerrohr-Stuecken mittels einer Presse Zuckerrohr-Saft herstellt. 3 x werden die Strunke durchgepresst, dann kommt nichts mehr raus. Schmeckt sehr angenehm, nur leicht suess! Etwas weiter eine offene Halle mit flotter Musik, ich schaue mal vorbei: eine Gruppe junger Damen, fast alle mit wippendem Pferdeschwanz tanzen rythmisch Aerobic/HipHop-Dance samt einer Vorturnerin. Bei dieser schwuelen Hitze - nunja - aber es schaut hinreissend aus!

Ich beschliesse den Rundgang in der Bar des (in die Jahre gekommenen) 'Lane Xiang Hotels', einst die Nummer eins unter den Hotels der Stadt. HIER wurde waehrend des Vietnam-Krieges Weltpolitik gemacht. Hier sass Peter Scholl-Latour und seine Mannen und haben berichtet fuer ARD und ZDF!!! Vientiane war damals ein Tummelfeld der Geheimdienste, zugleich einer der wenigen Plaetze der Welt, an dem waehrend des Kalten Krieges zwischen Ost und West Gespraeche gefuehrt wurden. Es war ein Sammelplatz dubioser Gestalten wie aus einem Spionagethriller von Raymond Chandler; hochrangige US-Militaers,  Journalisten aus aller Welt, konspirative Geheimagenten des westlichen Lagers und des Ostblocks .... 

5.3.07 13:50, kommentieren